Eleutherococcus senticosus
- Taigawurzel
- Teufelsbusch
- Eleutherococci
- Temperaturwarm
- Geschmackscharf, bitter, süss
- FunktionskreisLunge, Leber, Niere, Milz, Herz
- KategorieHeilkräuter
- FamilieAraliaceae, Efeugewächse
- PflanzenteileWurzel
- HerkunftHeimisch in Sibirien, Nordchina, Korea und Japan
Eigenschaften
antirheumatisch, spasmolytisch / krampflösend, analgetisch / schmerzstillend, adaptogen, stresstoleranzerhöhend, aphrodisierend / fördert den Geschlechtstrieb
Inhaltsstoffe
wesentliche Inhaltsstoffe für die wissenschaftliche Wirksamkeit: Lignane (z.B. Syringaresinolglykoside wie das Liriodendrin), Phenylpropanderivate (z. B. Syringin), Cumarine (z. B. Isofraxidin), Triterpensaponine und Polysaccharide, Pektine (Polygalakturonane mit Glukose und Xylose)
TCM Wirkungen
1 Qi tonisieren
Qi-Mangel ist oftmals eine Folge von schlechter Ernährung, Überarbeitung, zu vielem Sitzen, von starker oder langandauernder mentaler und psychischer Belastung, von Stress, und chronischer Erkrankung. Er manifestiert sich vorwiegend in den Funktionskreisen Milz, Lunge, Herz, Magen und Niere.
Ein allgemeiner Qi-Mangel zeigt sich in Müdigkeit, körperlicher Schwäche, kraftloser Stimme, und/oder blassem Gesicht.
Heilkräuter Beispiele:
Angelica archangelica, Carduus benedictus, Imperatoria ostruthium, Inula helenium, Rosmarinus officinalis
Klinische Manifestationen:
Milz-Qi Mangel:
Mattigkeit, Appetitmangel, loser Stuhl, Blähungen, gestörte Darmflora, Verdauungsschwäche, Dyspepsie, Verdauungsenzymmangel, verminderte Gallebildung, Müdigkeit nach dem Essen, Anorexie, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, Ödem, Lymphstau, Hämorrhiden, Prolaps, unruhiger Fetus, drohender Abort, verminderte Milchbildung, Neigung zu Hämatomen und Blutungen, Muskelschwäche der Extremitäten, Blässe
Zunge: blass, ev. geschwollen, Zahneindrücke; Belag: dünn
Puls: leer, schwach
Lungen-Qi Mangel:
Abwehrschwäche (Wei-Qi-Mangel), Erkältungsanfälligkeit (Wei-Qi-Mangel), spontanes Schwitzen, schwache Stimme, kraftloses Husten, flache Atmung, Kurzatmigkeit, Keuchatmung, Belastungsdyspnö, flüssiger klarer Schleim, Darmträgheit, Blässe
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach
Herz-Qi Mangel:
Herzrasen, Herzstolpern, starkes Herzklopfen, Palpitationen, Schlaflosigkeit, Hypotonie, Ängstlichkeit, Panik, Beengungsgefühle, Nervosität, Belastungsdyspnö, Schwitzen, thorakales Engegefühl
Zunge: blass, geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn
Magen-Qi Mangel:
Schmerzen im Oberbauch, Appetitmangel, Geschmacksverlust, Erbrechen, Übelkeit, Hypoazidität des Magens, Aufstossen, Reflux aus Sphinkterschwäche, Schluckauf, starke Müdigkeit vor allem morgens, schwache Extremtitäten
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn
Nieren-Qi Mangel:
Schmerzen und Schwäche im unteren Rücken und in den Knien, Fersenschmerz, Kraftlosigkeit, unruhiger Fetus, drohender Abort, lockere Zähne, Potenzschwäche, Impotenz, Ejaculatio praecox, Fluor vaginalis, Tinnitus, Haarverlust, Schwindel, Vergesslichkeit
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, tief
tonisiert Lungen-Qi, tonisiert Herz-Qi, tonisiert Leber-Qi, tonisiert Nieren-Qi, tonisiert Wei-Qi, tonisiert Milz-Qi, Rekonvaleszenz, Krankheit chronisch, Operation Nachbehandlung, Vitalität vermindert, Ausdauermangel, Schwäche, CFS, Chronic Fatigue Syndrom, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Hörschwäche, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Chemotherapie-Begleitung, Bestrahlungs-Begleitung, Leukozytopenie, Leukozyten vermindert, weisse Blutkörperchen vermindert, Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Schweinegrippe prophylaktisch, Umstellungsschwierigkeiten bei Flugreisen und Klimawechsel, Unbelastbarkeit, Prüfungsbelastung, Bänderschwäche, Sehnenschwäche, Schlottergelenke, Sehschwäche, Stress, Nierenschmerzen, Harnverhalten, Impotenz, Lumbago, Rückenschwäche, Kreuzbeinschwäche, Hüftgelenkschwäche, Kniegelenkschwäche, Osteoporose, Knochenschwund, Knochenschwäche, Appetitlosigkeit, Geburt verlangsamt, Hypoglykämie, Unterzuckerung, Blutzirkulation vermindert, Durchblutungsstörungen
2 Nässe auflösen und Yang wärmen
Durch einen Yang-Mangel der Niere, der Milz, des Herzens oder durch eine chronische Kälte-Nässe Einwirkung kann eine Wasserretention im Köper entstehen. Zu viel kalte, rohe Nahrung und äussere Kälte begünstigen den Yang-Mangel und führt dadurch zu übermässiger Nässe. Kälte-Nässe Einfluss der Lunge kann zu Wasserretention der Lunge führen.
Heilkräuter Beispiele:
Armoracia rusticana, Barosma betulina, Levisticum officinale, Petroselinum crispum
Klinische Manifestationen:
Zunge: geschwollen, blass, Belag: weiss, dick
Puls: langsam, schlüpfrig, tief, schwach
Wasserretention der Niere:
Ödem, Wasserretention, Wasserausscheidung vermindert, viel klarer Urin, Blasenentzündung durch Kälte, Prostataprobleme, Schwäche und Kälte in der Lumbalregion und den Knien
Wasserretention der Lunge:
Belastungsdyspnö, Lungenödem, Husten mit viel wässrigem Sputum, Keuchatmung
Wasserretention des Herzens:
Ödeme, Herzklopfen, Belastungsdyspnö, kalte Hände
Blaufärbung an Lippen und Gesicht
Schwellung, Strangurie, Harndrang schmerzhaft, Dysurie, Urinieren erschwert, Ödeme, Ödeme in den unteren Extremitäten
3 Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminieren (Rheuma/Bi-Syndrom)
Schmerzen können wandern oder am Ort fixiert sein. Wind-Kälte-Nässe kann sich in Wind-Hitze-Nässe transformieren.
Je nach Symptombild werden kühle und entzündungshemmende, oder warme und stimulierende, antirheumatische Heilkräuter eingesetzt.
Heilkräuter Beispiele:
Boswellia sacra, Cimicifuga racemosa, Harpagophytum procumbens, Juniperus communis
Klinische Manifestationen:
rheumatische Beschwerden, Muskelrheuma, Myalgie, Muskelschmerz, Spasmen der Sehnen, Taubheit der Muskeln, Weichteilrheumatismus, Fibromyalgie, Gelenkschmerzen, Gelenkrheumatismus, Arthrose, Arthritis, degenerative Gelenkerkrankungen, Gicht, Neuralgien, Ischias
Zunge, Puls: unterschiedlich - je nach Situation und Ursache.
Rheuma, Arthritis, Lumbago
Kontraindikationen
Bei Bluthochdruck. Bei starkem Yin-Mangel. Bei Leber-Feuer. Bei Kindern unter 12 Jahren mit yangiger Konstitution.
Zubereitung
| Tinktur | Wurzel trocken ( radix sicc. ) | 10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen. |
| Abkochung / Dekokt | Wurzel ( rad. ) | 3-15 g Tagesdosis, 1 TL auf 1 Tasse Wasser, 10-15 Minuten köcheln. 2-3 Tassen täglich, die erste morgens nüchtern, die zweite abends vor dem Schlafengehen, nötigenfalls eine dritte nachmittags. |
login
Merkliste
Merkliste leeren.