Gossypium herbaceum
- Baumwolle
- Gossypii herbacei
- Temperaturwarm
- Geschmacksüss, sauer
- FunktionskreisNiere
- KategorieHeilkräuter
- FamilieMalvaceae, Malvengewächse
- PflanzenteileWurzel, Samen
- HerkunftDiese Art ist in Asien uind Afrika heimisch. Kultiviert wird sie aber vorallem in den USA, China, Indien und Ägypten.
Eigenschaften
emmenagog / menstruationsfördernd, abortiv / schwangerschatfsabbrechend
Inhaltsstoffe
ätherisches Öl (Spuren): u.a. mit beta-Bisabolol; harzartige Substanz: u.a. Salicylsäure und 2,3-Dihydroxybenzoesäure enthaltend; Sesquiterpene, dimere: (+)-Gossypol, (+) -Gossypol, in einigen Rassen p-Hemigossypol (vermutlich in sehr geringer Konzentration). Die Droge ist in neuerer Zeit nicht untersucht worden.
TCM Wirkungen
1 Yang tonisieren
Heilkräuter Beispiele:
Juglans regia, Rosmarinus officinalis, Turnera aphrodisiaca
Klinische Manifestationen:
Nieren-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, kalte Füsse, Kälte und Schwäche der Knie und der Lumbalregion, Beinschwäche (besser durch Wärme), Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schwerhörigkeit, Taubheit, rauschender Tinnitus, viel, heller Urin, Nykturie, Harninkontinenz, Enuresis nocturna im Kindesalter, Ödem, frühmorgendlicher Durchfall, chronischer Durchfall, unverdaute Nahrung im Stuhl, Libidomangel, Impotenz, Sterilität, Amenorrhö
Zunge: blass, nass, geschwollen; Belag: weiss
Puls: tief, schwach, langsam
Milz-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Druck der sich durch Wärme bessert, teigiger Stuhl, wässriger Durchfall mit unverdauter Nahrung, Ödem der Extremitäten, Malabsorption, entzündliche Darmerkrankungen
Zunge: blass, nass, geschwollen, Zahneindrücke; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach
Herz-Yang Mangel:
Kälteaversion, Palpitationen, Hypotonie, Herzrasen, Herzrhythmusstörung, Herzschmerzen, Herzbeklemmung, Belastungsdyspnö, Spontanschweiss, Ödem, Müdigkeit, Erschöpfung, Herzinsuffizienz, Angina pectoris
Zunge: blass, nass, leicht geschwollen; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach, dünn
Impotenz, Frigidität, Wehen schwach, Wasserretention, Austreibung der Nachgeburt, Uteruskontraktion mangelnd, Laktationsmangel, Milchbildungsmangel
2 Blutungen stillen und regulieren
Da Blutungen verschiedene Ätiologien haben können, finden sich auch verschiedene Wirkmechanismen bei den Blutungen stillenden und regulierenden Nahrungsmitteln; diese sind: Adstringieren, Hitze eliminieren und Blut kühlen, Blut bewegen, Qi, insbesondere Milz-Qi, tonisieren bzw. die Leitbahnen erwärmen.
In der Therapie sollte mit Heilkräutern ergänzt werden, welche die Wurzel der Blutungen behandeln.
Heilkräuter Beispiele:
Agrimonia eupatoria, Potentilla tormentilla, Quercus robur, Trillium erectum
Differenzierung nach Ätiologie und Art der Blutung:
Blut-Hitze: Farbe frisch rot oder dunkel, starker Blutverlust
Qi-Mangel: Farbe blass, starker, verlängerter Blutverlust
Yin-Mangel: Farbe hellrot, geringer Blutverlust
Blut-Stase: Farbe sehr dunkel, klumpig, geringer Blutverlust
Klinische Manifestationen:
Blut-Hitze:
Uterusblutungen, verkürzte Blutungen, Darmblutungen, Hämaturie, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Bluthusten, Bluterbrechen
Zunge: ev. rot
Puls: schnell
Milz-Qi kann das Blut nicht kontrollieren:
schnell blaue Flecken, Petechien, Purpura, kleinfleckige Kapillarblutungen, Blut im Stuhl, Teerstuhl, zu starke, lange dauernde oder blassrote Menstruationsblutung, Darmblutungen, Thrombozytopenie
Zunge: ev. blass, Zahnmarks
Puls: schwach
Blutung, Menorrhagie, Menstruationsblutung stark und lang, Entzündung der Beckenorgane, Fibrose
Kontraindikationen
Nicht während der Schwangerschaft anwenden
Zubereitung
| D3 | Wurzel ( rad. ) | 10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1- ½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen. |
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