Eleutherococcus senticosusEleutherococcus senticosus

Eleutherococcus senticosus

  • Taigawurzel
  • Teufelsbusch
  • Eleutherococci

    Humorale Qualität

    kühlend 0 wärmend 4°; trocknend 1° befeuchtend/nährend 3-4°

    TCM Temperatur

    warm

  • Geschmackscharf, bitter, süss
  • FunktionskreisLunge, Leber, Niere, Milz, Herz
  • KategorieHeilkräuter
  • FamilieAraliaceae, Efeugewächse
  • PflanzenteileWurzel
  • HerkunftHeimisch in Sibirien, Nordchina, Korea und Japan

Eigenschaften

antirheumatisch, spasmolytisch / krampflösend, analgetisch / schmerzstillend, adaptogen, stresstoleranzerhöhend, aphrodisierend / fördert den Geschlechtstrieb

Inhaltsstoffe

wesentliche Inhaltsstoffe für die wissenschaftliche Wirksamkeit: Lignane (z.B. Syringaresinolglykoside wie das Liriodendrin), Phenylpropanderivate (z. B. Syringin), Cumarine (z. B. Isofraxidin), Triterpensaponine und Polysaccharide, Pektine (Polygalakturonane mit Glukose und Xylose)

TCM Wirkungen

1 Qi tonisieren

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral bis warm. Ihr Geschmack ist meist scharf, süss, oder bitter.
Qi-Mangel ist oftmals eine Folge von schlechter Ernährung, Überarbeitung, zu vielem Sitzen, von starker oder langandauernder mentaler und psychischer Belastung, von Stress, und chronischer Erkrankung. Er manifestiert sich vorwiegend in den Funktionskreisen Milz, Lunge, Herz, Magen und Niere.
Ein allgemeiner Qi-Mangel zeigt sich in Müdigkeit, körperlicher Schwäche, kraftloser Stimme, und/oder blassem Gesicht.

Heilkräuter Beispiele:
Angelica archangelica, Carduus benedictus, Imperatoria ostruthium, Inula helenium, Rosmarinus officinalis

Klinische Manifestationen:
Milz-Qi Mangel:
Mattigkeit, Appetitmangel, loser Stuhl, Blähungen, gestörte Darmflora, Verdauungsschwäche, Dyspepsie, Verdauungsenzymmangel, verminderte Gallebildung, Müdigkeit nach dem Essen, Anorexie, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, Ödem, Lymphstau, Hämorrhiden, Prolaps, unruhiger Fetus, drohender Abort, verminderte Milchbildung, Neigung zu Hämatomen und Blutungen, Muskelschwäche der Extremitäten, Blässe

Zunge: blass, ev. geschwollen, Zahneindrücke; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Lungen-Qi Mangel:
Abwehrschwäche (Wei-Qi-Mangel), Erkältungsanfälligkeit (Wei-Qi-Mangel), spontanes Schwitzen, schwache Stimme, kraftloses Husten, flache Atmung, Kurzatmigkeit, Keuchatmung, Belastungsdyspnö, flüssiger klarer Schleim, Darmträgheit, Blässe
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Herz-Qi Mangel:
Herzrasen, Herzstolpern, starkes Herzklopfen, Palpitationen, Schlaflosigkeit, Hypotonie, Ängstlichkeit, Panik, Beengungsgefühle, Nervosität, Belastungsdyspnö, Schwitzen, thorakales Engegefühl
Zunge: blass, geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Magen-Qi Mangel:
Schmerzen im Oberbauch, Appetitmangel, Geschmacksverlust, Erbrechen, Übelkeit, Hypoazidität des Magens, Aufstossen, Reflux aus Sphinkterschwäche, Schluckauf, starke Müdigkeit vor allem morgens, schwache Extremtitäten
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Nieren-Qi Mangel:
Schmerzen und Schwäche im unteren Rücken und in den Knien, Fersenschmerz, Kraftlosigkeit, unruhiger Fetus, drohender Abort, lockere Zähne, Potenzschwäche, Impotenz, Ejaculatio praecox, Fluor vaginalis, Tinnitus, Haarverlust, Schwindel, Vergesslichkeit
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, tief

tonisiert Lungen-Qi, tonisiert Herz-Qi, tonisiert Leber-Qi, tonisiert Nieren-Qi, tonisiert Wei-Qi, tonisiert Milz-Qi, Rekonvaleszenz, Krankheit chronisch, Operation Nachbehandlung, Vitalität vermindert, Ausdauermangel, Schwäche, CFS, Chronic Fatigue Syndrom, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Hörschwäche, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Chemotherapie-Begleitung, Bestrahlungs-Begleitung, Leukozytopenie, Leukozyten vermindert, weisse Blutkörperchen vermindert, Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Schweinegrippe prophylaktisch, Umstellungsschwierigkeiten bei Flugreisen und Klimawechsel, Unbelastbarkeit, Prüfungsbelastung, Bänderschwäche, Sehnenschwäche, Schlottergelenke, Sehschwäche, Stress, Nierenschmerzen, Harnverhalten, Impotenz, Lumbago, Rückenschwäche, Kreuzbeinschwäche, Hüftgelenkschwäche, Kniegelenkschwäche, Osteoporose, Knochenschwund, Knochenschwäche, Appetitlosigkeit, Geburt verlangsamt, Hypoglykämie, Unterzuckerung, Blutzirkulation vermindert, Durchblutungsstörungen

2 Nässe auflösen und Yang wärmen

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten warm. Ihr Geschmack ist vorwiegend scharf.
Durch einen Yang-Mangel der Niere, der Milz, des Herzens oder durch eine chronische Kälte-Nässe Einwirkung kann eine Wasserretention im Köper entstehen. Zu viel kalte, rohe Nahrung und äussere Kälte begünstigen den Yang-Mangel und führt dadurch zu übermässiger Nässe. Kälte-Nässe Einfluss der Lunge kann zu Wasserretention der Lunge führen.

Heilkräuter Beispiele:
Armoracia rusticana, Barosma betulina, Levisticum officinale, Petroselinum crispum

Klinische Manifestationen:
Zunge: geschwollen, blass, Belag: weiss, dick
Puls: langsam, schlüpfrig, tief, schwach

Wasserretention der Niere:
Ödem, Wasserretention, Wasserausscheidung vermindert, viel klarer Urin, Blasenentzündung durch Kälte, Prostataprobleme, Schwäche und Kälte in der Lumbalregion und den Knien

Wasserretention der Lunge:
Belastungsdyspnö, Lungenödem, Husten mit viel wässrigem Sputum, Keuchatmung

Wasserretention des Herzens:
Ödeme, Herzklopfen, Belastungsdyspnö, kalte Hände
Blaufärbung an Lippen und Gesicht

Schwellung, Strangurie, Harndrang schmerzhaft, Dysurie, Urinieren erschwert, Ödeme, Ödeme in den unteren Extremitäten

3 Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminieren (Rheuma/Bi-Syndrom)

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kühl, neutral bis heiss. Ihr Geschmack ist meist bitter, scharf oder süss. Diese Heilkräuter lösen Obstruktionssydrome von Qi und Blut in den Meridianen und Nebengefässen, Sehnen, Muskeln und Knochen auf. Manche haben einen tonisierenden Effekt auf Niere und Leber und stärken und nähren so gleichzeitig die zugeordneten Gewebe, Knochen und Sehnen.
Schmerzen können wandern oder am Ort fixiert sein. Wind-Kälte-Nässe kann sich in Wind-Hitze-Nässe transformieren.
Je nach Symptombild werden kühle und entzündungshemmende, oder warme und stimulierende, antirheumatische Heilkräuter eingesetzt.

Heilkräuter Beispiele:
Boswellia sacra, Cimicifuga racemosa, Harpagophytum procumbens, Juniperus communis

Klinische Manifestationen:
rheumatische Beschwerden, Muskelrheuma, Myalgie, Muskelschmerz, Spasmen der Sehnen, Taubheit der Muskeln, Weichteilrheumatismus, Fibromyalgie, Gelenkschmerzen, Gelenkrheumatismus, Arthrose, Arthritis, degenerative Gelenkerkrankungen, Gicht, Neuralgien, Ischias

Zunge, Puls: unterschiedlich - je nach Situation und Ursache.

Rheuma, Arthritis, Lumbago

TEN Wirkungen

1 befeuchten / nähren und wärmen

Befeuchten / nähren:
Unter Befeuchten ist die Anregung der eigenständigen Säfte- und Stoffneubildung des Körpers zu verstehen. Nähren dagegen umschreibt die Zuführung von Säften und Stoffen von ausserhalb wie z.B. Phytoöstrogene.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Rekonvaleszenz, Krankheit chronisch, Operation Nachbehandlung, Vitalität vermindert, Ausdauermangel, Schwäche, CFS, Chronic Fatigue Syndrom, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Hörschwäche, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Chemotherapie-Begleitung, Bestrahlungs-Begleitung, Leukozytopenie, Leukozyten vermindert, weisse Blutkörperchen vermindert, Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Schweinegrippe prophylaktisch, Umstellungsschwierigkeiten bei Flugreisen und Klimawechsel, Unbelastbarkeit, Prüfungsbelastung, Bänderschwäche, Sehnenschwäche, Schlottergelenke, Sehschwäche, Stress, Nierenschmerzen, Harnverhalten, Impotenz, Lumbago, Rückenschwäche, Kreuzbeinschwäche, Hüftgelenkschwäche, Kniegelenkschwäche, Osteoporose, Knochenschwund, Knochenschwäche, Appetitlosigkeit, Geburt verlangsamt, Hypoglykämie, Unterzuckerung, Blutzirkulation vermindert, Durchblutungsstörungen, Arthritis, Strangurie, Harndrang schmerzhaft, Dysurie, Urinieren erschwert

2 trocknen und wärmen

Trocknen:
Unter Trocknen ist das Ausleiten von übermässiger Feuchtigkeit aus den Zellen sowie aus dem Körper und auch der zusammenziehende, adstringierende Effekt zu verstehen.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Schwellung, Ödeme, Ödeme in den unteren Extremitäten, Rheuma

TCM Kontraindikationen

Bei Bluthochdruck. Bei starkem Yin-Mangel. Bei Leber-Feuer. Bei Kindern unter 12 Jahren mit yangiger Konstitution.

TEN Kontraindikationen

Bei Bluthochdruck. Bei starkem Phlegma-Mangel (fehlen von Feuchtigkeit und Kälte). Bei übermässigem cholerischen Zustand. Bei Kindern unter 12 Jahren mit hitziger Konstitution.

Zubereitung

TinkturWurzel trocken ( radix sicc. )10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
Abkochung / DekoktWurzel ( rad. )3-15 g Tagesdosis, 1 TL auf 1 Tasse Wasser, 10-15 Minuten köcheln. 2-3 Tassen täglich, die erste morgens nüchtern, die zweite abends vor dem Schlafengehen, nötigenfalls eine dritte nachmittags.

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  1. Diese Datenbank enthält einzigartige topaktuelle Informationen über die Wirkungen von Nahrungsmitteln, Heilkräutern, Rezepturen, Gewürzen und Kochrezepten, wie sie in der TCM und der westlichen Sichtweise verstanden werden können. Die gesamte Materia Medica (Heilkräuter) und Materia Diätetica (Nahrungsmittel) und Materia Condimenta (Gewürze) der Heilpraktikerschule Luzern, sowie sämtliche Heilkräuterrezepturen welche von Ulrike von Blarer Zalokar zusammengestellt wurden, alle Kochrezepte des Buches "EssenZ aus der Küche" und vieles mehr sind Inhalt dieser laufend aktualisierten Datenbank.
  2. Fast sämtliche Nahrungsmittel wurden in der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel der SBO-TCM (Schweizerische Berufsorganisation für Chinesische Medizin) für den Aufbau einer einheitlichen Verbandsprüfung klassifiziert. Den aktiven Mitgliedern (Ulrike von Blarer Zalokar, Eve Rüegg, Barbara Fendrich, Petra Kamb und Karin Haas) sei für den unermüdlichen Einsatz von 58 ganztägigen Sitzungen und fast unendlich viel sonstiger Recherchearbeit gedankt. Von der Arbeitsgruppe verwendete Quellen- und Literaturliste
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