Plantago lanceolata

Plantago lanceolata

  • Spitzwegerich
  • Plantaginis lanceolatae

    Humorale Qualität

    kühlend 3° wärmend 0-1°; trocknend 2 ° befeuchtend/nährend 0-1°

    TCM Temperatur

    kühl

  • Geschmackadstringierend, bitter
  • FunktionskreisLunge, Gedärme, Blase, Leber, Niere
  • KategorieHeilkräuter
  • FamiliePlantaginaceae, Wegerichgewächse
  • Pflanzenteileoberirdsche Teile
  • HerkunftHeimisch in kühl-gmässigten Regionen weltweit

Eigenschaften

diuretisch / harntreibend, stoffwechselanregend, adstringierend / zusammenziehend, erfrischend, anregend, antibakteriell, natürliches Antibiotikum, antiviral, entgiftend, reizlindernd, antiinflammatorisch / entzündungshemmend Humorale Qualität: kalt 2°, trocken 2°

Inhaltsstoffe

Iridoidglykoside (Aucubin, Catalpol, Asperulosid), Phenylethanoide (Acetosid), Schleimpolysaccharide, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Gerbstoffe, Kieselsäure, Kalium, Zink

TCM Wirkungen

1 Hitze eliminieren und Toxine ausleiten

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral, kühl bis kalt. Ihr Geschmack ist verschiedenster Art. Die Heilkräuter besitzen meist antibakterielle, antivirale und/oder Tumor hemmende Wirkungen.

Heilkräuter Beispiele:
Arctium lappa, Baptisia tinctoria, Echinacea purpurea, Smilax officinalis, Taraxacum officinale

Klinische Manifestationen:
hohes Fieber, Hautausschläge, Akne, fleckige Papeln, Karbunkel, Furunkel, Hautbeulen, Skrofula, Eiterungen, bakterielle und virale Erkrankungen, Erysipel, Halsentzündung, Angina, Dysenterie, Infektionskrankheiten (Grippe, Mumps, Masern), nicht zum Ausbruch kommende Hautausschläge, zu schwaches Masernexanthem, Belastung mit Stoffwechselmetaboliten, Endotoxinen, Umweltgiften, Toxinen und Schwermetallen, unruhiger Fetus, Beschwerden durch Chemo- und Radiotherapie, Tumor-Prophylaxe

Zunge: rot
Puls: schnell

Entzündung, Harnwegsinfekt, Zystitis, Blasenentzündung, Atemwegsinfekt, Bronchitis mit zähem gelben Schleim, Asthma bronchiale chronisch, Reizhusten, Pertussis, Keuchhusten, Pneumonie, Lungenentzündung mit Schleim, Laryngitis, Angina tonsillaris, Tonsillitis, Mandelentzündung, Pharyngitis, Rhinopharyngitis, Nasen-Rachen-Entzündung, Otitis media, Mittelohrentzündung, Erkältung, Schnupfen, Allergie, Grippe, Stomatitis, Mundschleimhautentzündung, Pharyngitis, Rachenentzündung, Bacillus subtilis, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa, Staphylokokkeninfekt, Streptokokkeninfekt, Proteus vulgaris, Salmonelleninfektion, Shigellen, Krebs, Tumore, Fieber, Blasenhalsreizung, Chemotherapie-Begleitung, Hepatitis, Leberzirrhose, Furunkel, Karbunkel, Abszess, Geschwür, Vereiterung, Schleimhautentzündung, Ekzem, Ausschlag, Dermatitis, Psoriasis, Schuppenflechte, Brandwunde, Augenentzündung chronisch, Zahnfleischentzündung, Gingivitis, äusserlich: Insektenstich (frische Blätter)

1 Nässe ausleiten und Diurese fördern

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kalt, kühl, neutral und warm. Ihr Geschmack ist bitter, scharf oder auch süss. Diese Kräuter haben die Eigenschaft die Diurese zu fördern. Sie haben unterschiedliche Wirkmechanismen auf die Harnproduktion.

Heilkräuter Beispiele:
Agropyron repens, Betula pendula, Eupatorium perfoliatum, Solidago virgaurea

Klinische Manifestationen:
Störungen des Harntraktes, Miktionsstörung, Dysurie, Prostatabeschwerden, akutes nephritisches Ödem, Gelbsucht, Ikterus, nässendes Ekzem

Zunge: geschwollen, blass
Puls: schlüpfrig

Zystitis, Blasenentzündung, Nephritis, Nierenentzündung, Nephrolithiasis, Nierensteine, Enuresis, Blasenschwäche, Fluor vaginalis, Ausfluss, Enteritis chronisch, Colitis, Darmentzündung, Drüsenschwellung, Struma, Kropf

2 Blutungen stillen und regulieren

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten meist neutral, kühl oder warm. Ihr Geschmack ist meist adstringierend und bitter.
Da Blutungen verschiedene Ätiologien haben können, finden sich auch verschiedene Wirkmechanismen bei den Blutungen stillenden und regulierenden Nahrungsmitteln; diese sind: Adstringieren, Hitze eliminieren und Blut kühlen, Blut bewegen, Qi, insbesondere Milz-Qi, tonisieren bzw. die Leitbahnen erwärmen.
In der Therapie sollte mit Heilkräutern ergänzt werden, welche die Wurzel der Blutungen behandeln.

Heilkräuter Beispiele:
Agrimonia eupatoria, Potentilla tormentilla, Quercus robur, Trillium erectum

Differenzierung nach Ätiologie und Art der Blutung:
Blut-Hitze: Farbe frisch rot oder dunkel, starker Blutverlust
Qi-Mangel: Farbe blass, starker, verlängerter Blutverlust
Yin-Mangel: Farbe hellrot, geringer Blutverlust
Blut-Stase: Farbe sehr dunkel, klumpig, geringer Blutverlust

Klinische Manifestationen:
Blut-Hitze:
Uterusblutungen, verkürzte Blutungen, Darmblutungen, Hämaturie, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Bluthusten, Bluterbrechen
Zunge: ev. rot
Puls: schnell

Milz-Qi kann das Blut nicht kontrollieren:
schnell blaue Flecken, Petechien, Purpura, kleinfleckige Kapillarblutungen, Blut im Stuhl, Teerstuhl, zu starke, lange dauernde oder blassrote Menstruationsblutung, Darmblutungen, Thrombozytopenie
Zunge: ev. blass, Zahnmarks
Puls: schwach

Blutgerinnung vermindert, Hypermenorrhö, Menstruationsblutung stark, Epistaxis, Nasenbluten, Hämatemesis, Bluterbrechen, Hämorrhoiden blutend, Hämaturie, Blut im Urin

TEN Wirkungen

1 Schärfen ausleiten und kühlen

Schärfen ausleiten:
Schärfen sind gewebereizende Stoffe, welche oft eine Entzündungsreaktion auslösen können. Man kann sie unterscheiden in körperfremde Schärfen wie Bakterien oder Schwermetalle und körpereigene Schärfen, wie z.B. Harnsäure oder Stoffwechselendprodukte.

Kühlen:
Kühlen bezieht sich auf die energetische Wirkung, die Temperatur und die Reduktion der Aktivität von Lebensprozessen. Kühlen heisst auch, Säfte zu verdicken.

Entzündung, Fieber, Blasenhalsreizung, Harnwegsinfekt, Zystitis, Blasenentzündung, Nephritis, Nierenentzündung, Enteritis chronisch, Colitis, Darmentzündung, Epistaxis, Nasenbluten, Hämatemesis, Bluterbrechen, Atemwegsinfekt, Bronchitis mit zähem gelben Schleim, Reizhusten, Pertussis, Keuchhusten, Pneumonie, Lungenentzündung mit Schleim, Laryngitis, Angina tonsillaris, Tonsillitis, Mandelentzündung, Pharyngitis, Rhinopharyngitis, Nasen-Rachen-Entzündung, Otitis media, Mittelohrentzündung, Erkältung, Schnupfen, Grippe, Stomatitis, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Gingivitis, Bacillus subtilis, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa, Staphylokokkeninfekt, Streptokokkeninfekt, Proteus vulgaris, Salmonelleninfektion, Shigellen, Chemotherapie-Begleitung, Hepatitis, Furunkel, Karbunkel, Abszess, Geschwür, Vereiterung, Brandwunde, Schleimhautentzündung, Psoriasis, Schuppenflechte, Augenentzündung chronisch
äusserlich: Insektenstich (frische Blätter)

2 trocknen und kühlen

Trocknen:
Unter Trocknen ist das Ausleiten von übermässiger Feuchtigkeit aus den Zellen sowie aus dem Körper und auch der zusammenziehende, adstringierende Effekt zu verstehen.

Kühlen:
Kühlen bezieht sich auf die energetische Wirkung, die Temperatur und die Reduktion der Aktivität von Lebensprozessen. Kühlen heisst auch, Säfte zu verdicken.

Fluor vaginalis, Ausfluss, Hypermenorrhö, Menstruationsblutung stark, Hämorrhoiden blutend, Hämaturie, Blut im Urin, Ekzem, Ausschlag, Dermatitis

3 befeuchten / nähren und wärmen

Befeuchten / nähren:
Unter Befeuchten ist die Anregung der eigenständigen Säfte- und Stoffneubildung des Körpers zu verstehen. Nähren dagegen umschreibt die Zuführung von Säften und Stoffen von ausserhalb wie z.B. Phytoöstrogene.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Nephrolithiasis, Nierensteine, Enuresis, Blasenschwäche, Blutgerinnung vermindert, Asthma bronchiale chronisch, Leberzirrhose

3 trocknen und wärmen

Trocknen:
Unter Trocknen ist das Ausleiten von übermässiger Feuchtigkeit aus den Zellen sowie aus dem Körper und auch der zusammenziehende, adstringierende Effekt zu verstehen.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Drüsenschwellung, Struma, Kropf

TCM Kontraindikationen

Bei Kälte-Symptomatik der Lunge.

Zubereitung

Aufguss / InfusKraut mit Blüten trocken ( herba cum flos. sicc. )1 EL, 250 ml Wasser aufgiessen, 15 Minuten ziehen lassen, 750 ml im Laufe des Tages trinken.
TinkturKraut mit Blüten frisch ( herba cum flos. rec. )10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.

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  1. Diese Datenbank enthält einzigartige topaktuelle Informationen über die Wirkungen von Nahrungsmitteln, Heilkräutern, Rezepturen, Gewürzen und Kochrezepten, wie sie in der TCM und der westlichen Sichtweise verstanden werden können. Die gesamte Materia Medica (Heilkräuter) und Materia Diätetica (Nahrungsmittel) und Materia Condimenta (Gewürze) der Heilpraktikerschule Luzern, sowie sämtliche Heilkräuterrezepturen welche von Ulrike von Blarer Zalokar zusammengestellt wurden, alle Kochrezepte des Buches "EssenZ aus der Küche" und vieles mehr sind Inhalt dieser laufend aktualisierten Datenbank.
  2. Fast sämtliche Nahrungsmittel wurden in der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel der SBO-TCM (Schweizerische Berufsorganisation für Chinesische Medizin) für den Aufbau einer einheitlichen Verbandsprüfung klassifiziert. Den aktiven Mitgliedern (Ulrike von Blarer Zalokar, Eve Rüegg, Barbara Fendrich, Petra Kamb und Karin Haas) sei für den unermüdlichen Einsatz von 58 ganztägigen Sitzungen und fast unendlich viel sonstiger Recherchearbeit gedankt. Von der Arbeitsgruppe verwendete Quellen- und Literaturliste
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