Rhamnus frangulaRhamnus frangula

Rhamnus frangula

  • Faulbaum
  • Frangulae

    TCM Temperatur

    kühl

  • Geschmackbitter, adstringierend
  • FunktionskreisGedärme, Magen, Leber, Milz, Gallenblase
  • KategorieHeilkräuter
  • FamilieRhamnaceae, Kreuzdorngewächse
  • PflanzenteileRinde von Stamm und Zweigen
  • HerkunftHeimisch in ganz Europa und Westasien

Eigenschaften

laxierend / abführend, antiabsorbtiv / wasseraufnahmehemmend, reinigend, entgiftend, diuretisch / harntreibend, stoffwechselanregend, blutreinigend Humorale Qualität: warm 2°, trocken 2°

Inhaltsstoffe

In frischem Zustand magenschleimhautreizende Anthron- und Dianthronglykoside, die beim Lagern zu den besser verträglichen Anthrachinonglykosiden wie Glucofranguline und Franguline oxidieren; Peptidalkaloide, Gerbstoffe

TCM Wirkungen

1 Stuhlgang regulieren/abführen

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral bis kalt. Ihr Geschmack ist bitter. Diese Heilkräuter werden bei starken pathogenen Faktoren eingesetzt, sie reduzieren die Hitze und fördern den Stuhlgang. Sie sollten nur kurze Zeit verabreicht werden.
Häufig reichern diese Heilkräuter den Darm mit Flüssigkeit an, durch verhindern der Wasserresorption oder durch Dehydrierung des Körpers.

Heilkräuter Beispiele:
Rhamnus frangula, Rheum officinale, Rumex crispus, Senna cassia

Klinische Manifestationen:
Obstipation, harter Stuhl, erschwerter Stuhlgang, Darmträgheit, Belastung durch Toxine und Stoffwechselmetaboliten im Darm, Disposition für Dickdarmkrebs, nach Laxanzienabusus, Blähungen, Spannungsgefühl, Völlegefühl, Spannungsschmerz, der die Lokalisation wechselt, abdominale „Knoten“, die auftauchen und verschwinden, spätes Stadium einer fieberhaften Erkrankung

Bei Fülle:
Zunge: Belag dick
Puls: voll

Bei Qi-Mangel:
Zunge: blass, eventuell geschwollen
Puls: schwach, leer

Bei Qi-Stagnation:
Zunge: meist normal oder leicht purpur
Puls: saitenförmig, gespannt

Obstipation, Verstopfung trocken, Bauch hart geschwollen, Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, Enteritis, Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Hämorrhoiden

2 Hitze eliminieren und Toxine ausleiten

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral, kühl bis kalt. Ihr Geschmack ist verschiedenster Art. Die Heilkräuter besitzen meist antibakterielle, antivirale und/oder Tumor hemmende Wirkungen.

Heilkräuter Beispiele:
Arctium lappa, Baptisia tinctoria, Echinacea purpurea, Smilax officinalis, Taraxacum officinale

Klinische Manifestationen:
hohes Fieber, Hautausschläge, Akne, fleckige Papeln, Karbunkel, Furunkel, Hautbeulen, Skrofula, Eiterungen, bakterielle und virale Erkrankungen, Erysipel, Halsentzündung, Angina, Dysenterie, Infektionskrankheiten (Grippe, Mumps, Masern), nicht zum Ausbruch kommende Hautausschläge, zu schwaches Masernexanthem, Belastung mit Stoffwechselmetaboliten, Endotoxinen, Umweltgiften, Toxinen und Schwermetallen, unruhiger Fetus, Beschwerden durch Chemo- und Radiotherapie, Tumor-Prophylaxe

Zunge: rot
Puls: schnell

Fieber, Toxine (in kleinen Mengen zu Mischungen und heiss trinken), Hauterkrankungen, Ikterus, Gelbsucht, Leberzirrhose, Abszess, Krätze, Arteriosklerose, Stomatitis, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Gingivitis

3 Qi regulieren und bewegen

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kühl bis warm. Ihr Geschmack ist meist scharf, bitter, oder süss. Sie fördern den freien Fluss des Qi und sind bei Stauungen des Qi und bei rebellierendem Qi angezeigt.
Eine Qi-Stagnation kann durch Bewegungsmangel, durch alle starken Emotionen und Qi-Mangel entstehen. Darüber hinaus führen äussere pathogene Faktoren sowie pathogener Schleim fast immer zu einer Qi-Stagnation. Typischerweise verschlechtern sich alle Symptome bei Druck und Stress, sie bessern durch Bewegung.
Rebellierendes Qi kann durch verschiedenste Ursachen den Magen und die Lunge belasten und kann bei deren Syndrommustern auftreten.

Heilkräuter Beispiele:
Alchemilla xanthochlora, Centella asiatica, Chamomilla recutita, Marrubium vulgare, Origanum majorana, Vitex agnus-castus

Klinische Manifestationen:
Leber-Qi-Stagnation:
emotionale Schwankungen, Irritiertheit und emotionale Ausbrüche, stimmungslabil, reizbar, Frustration, Depression, Seufzen, Spannungsgefühl und Schmerzen im Hypochondrium, Interkostalneuralgie, Erstickungsgefühl, PMS, Brustknoten, Dysmenorrhö, unregelmässige Menstruation, Amenorrhö, Hypomenorrhö, Globusgefühl im Hals, Druck im Solarplexus, Struma, Schluckschwierigkeiten, Mastitis, Laktationsstörung, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Hyperthyreose, Verstopfung (schafskotähnlich), Colon irritabile, Hernienschmerz, Menopausebeschwerden
Zunge: normal, Zungenränder ev. rot oder rote Punkte
Puls: drahtig

Qi-Stagnation des Dünndarms:
Verstopfung, Druck verschlechtert, fehlende Stuhl- und Gaspassage, Darmparasiten, Koterbrechen
Verschluss, akute Blinddarmentzündung
Zunge: normal, Belag: weiss oder gelb
Puls: drahtig

Rebellierendes Magen-Qi
Übelkeit, Erbrechen, Rülpsen, saures Aufstossen, Völlegefühl, Spannung und Schmerz im Epigastrium und Bauch, Diarrhöe oder Verstopfung
Zunge: unterschiedlich
Puls: drahtig

Rebellierendes Lungen-Qi
Asthma, Husten, Erstickungsgefühl in der Brust
Zunge: unterschiedlich
Puls: drahtig

Leber-Qi Stagnation, Flanken geschwollen, Übelkeit, Gallensteine, Cholelithiasis, Adipositas, Übergewicht, Gallenflussstau, Gallenkolik, Leberschwellung

TCM Kontraindikationen

Nicht während der Schwangerschaft und während der Stillzeit anwenden. Bei Darmverschluss, akut-entzündlichen Erkrankungen des Darmes, Appendizitis und bei Kindern unter 12 Jahren.

TCM Nebenwirkungen

Bei Überdosierung können Erbrechen und krampfartige Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Langzeitanwendung führt zu Verlusten an Elektrolyten, bes. Kalium-Ionen, und in deren Folge zu Hyperaldosteronismus, Hemmung der Darmmotilität und Verstärkung der Wirkung von herzwirksamen Steroiden, in seltenen Fällen auch zu Herzarrhythmien, Nephropathien, Ödemen und beschleunigtem Knochenabbau.

Zubereitung

TinkturRinde ( cort. )10-30 Tropfen abends vor dem Schlafengehen einnehmen zum Abführen.
Kaltauszug / MazeratRinde ( cort. )1 TL Rinde in 250 ml Wasser 12 Stunden ansetzen. (Rinde muss vor Gebrauch 1 Jahr lang gelagert werden).

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  1. Diese Datenbank enthält einzigartige topaktuelle Informationen über die Wirkungen von Nahrungsmitteln, Heilkräutern, Rezepturen, Gewürzen und Kochrezepten, wie sie in der TCM und der westlichen Sichtweise verstanden werden können. Die gesamte Materia Medica (Heilkräuter) und Materia Diätetica (Nahrungsmittel) und Materia Condimenta (Gewürze) der Heilpraktikerschule Luzern, sowie sämtliche Heilkräuterrezepturen welche von Ulrike von Blarer Zalokar zusammengestellt wurden, alle Kochrezepte des Buches "EssenZ aus der Küche" und vieles mehr sind Inhalt dieser laufend aktualisierten Datenbank.
  2. Fast sämtliche Nahrungsmittel wurden in der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel der SBO-TCM (Schweizerische Berufsorganisation für Chinesische Medizin) für den Aufbau einer einheitlichen Verbandsprüfung klassifiziert. Den aktiven Mitgliedern (Ulrike von Blarer Zalokar, Eve Rüegg, Barbara Fendrich, Petra Kamb und Karin Haas) sei für den unermüdlichen Einsatz von 58 ganztägigen Sitzungen und fast unendlich viel sonstiger Recherchearbeit gedankt. Von der Arbeitsgruppe verwendete Quellen- und Literaturliste
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