Tropaeolum majus

Tropaeolum majus

  • Kapuzinerkresse, grosse
  • Tropaeoli herba

    Humorale Qualität

    kühlend 2° wärmend 2°; trocknend 1° befeuchtend/nährend 0-1°

    TCM Temperatur

    kühl

  • Geschmackscharf
  • FunktionskreisBlase, Niere, Lunge
  • KategorieHeilkräuter
  • FamilieBrassicaceae, Kreuzblütengewächse
  • PflanzenteileKraut, Herba
  • Herkunftaus dem westlichen Südamerika (Brasilien, Peru), wächst an feuchten Stellen und Auen

Eigenschaften

antimykotisch, fungostatisch, antimikrobiell, antiviral, antibakteriell, antibiotisch gegen Enterokokken, Staphylokokken, Streptokokken, Proteus, Pseudomonas pyocyanea, immunstimulierend

Inhaltsstoffe

Benzylsenföle (oberhalb einer Verdünnung 1:50‘000 antibiotisch), Senfglykoside, Glucotropaeolin, Benzylisothiocyana, Ascorbinsäure, Flavonoide und Carotinoide, Oxalsäure

TCM Wirkungen

1 Hitze eliminieren und Toxine ausleiten

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral, kühl bis kalt. Ihr Geschmack ist verschiedenster Art. Die Heilkräuter besitzen meist antibakterielle, antivirale und/oder Tumor hemmende Wirkungen.

Heilkräuter Beispiele:
Arctium lappa, Baptisia tinctoria, Echinacea purpurea, Smilax officinalis, Taraxacum officinale

Klinische Manifestationen:
hohes Fieber, Hautausschläge, Akne, fleckige Papeln, Karbunkel, Furunkel, Hautbeulen, Skrofula, Eiterungen, bakterielle und virale Erkrankungen, Erysipel, Halsentzündung, Angina, Dysenterie, Infektionskrankheiten (Grippe, Mumps, Masern), nicht zum Ausbruch kommende Hautausschläge, zu schwaches Masernexanthem, Belastung mit Stoffwechselmetaboliten, Endotoxinen, Umweltgiften, Toxinen und Schwermetallen, unruhiger Fetus, Beschwerden durch Chemo- und Radiotherapie, Tumor-Prophylaxe

Zunge: rot
Puls: schnell

Bronchitis, Husten, Sinusitis, Harnweginfekte, Blasenentzündung, grippale Infekte, Grippe, infektiöse Erkankungen, Candida albicans, Mykosen, Hautpilz, Scheidenpilz, Fluor vaginalis, Scheidenentzüdung

2 Qi tonisieren

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten neutral bis warm. Ihr Geschmack ist meist scharf, süss, oder bitter.
Qi-Mangel ist oftmals eine Folge von schlechter Ernährung, Überarbeitung, zu vielem Sitzen, von starker oder langandauernder mentaler und psychischer Belastung, von Stress, und chronischer Erkrankung. Er manifestiert sich vorwiegend in den Funktionskreisen Milz, Lunge, Herz, Magen und Niere.
Ein allgemeiner Qi-Mangel zeigt sich in Müdigkeit, körperlicher Schwäche, kraftloser Stimme, und/oder blassem Gesicht.

Heilkräuter Beispiele:
Angelica archangelica, Carduus benedictus, Imperatoria ostruthium, Inula helenium, Rosmarinus officinalis

Klinische Manifestationen:
Milz-Qi Mangel:
Mattigkeit, Appetitmangel, loser Stuhl, Blähungen, gestörte Darmflora, Verdauungsschwäche, Dyspepsie, Verdauungsenzymmangel, verminderte Gallebildung, Müdigkeit nach dem Essen, Anorexie, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, Ödem, Lymphstau, Hämorrhiden, Prolaps, unruhiger Fetus, drohender Abort, verminderte Milchbildung, Neigung zu Hämatomen und Blutungen, Muskelschwäche der Extremitäten, Blässe

Zunge: blass, ev. geschwollen, Zahneindrücke; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Lungen-Qi Mangel:
Abwehrschwäche (Wei-Qi-Mangel), Erkältungsanfälligkeit (Wei-Qi-Mangel), spontanes Schwitzen, schwache Stimme, kraftloses Husten, flache Atmung, Kurzatmigkeit, Keuchatmung, Belastungsdyspnö, flüssiger klarer Schleim, Darmträgheit, Blässe
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Herz-Qi Mangel:
Herzrasen, Herzstolpern, starkes Herzklopfen, Palpitationen, Schlaflosigkeit, Hypotonie, Ängstlichkeit, Panik, Beengungsgefühle, Nervosität, Belastungsdyspnö, Schwitzen, thorakales Engegefühl
Zunge: blass, geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Magen-Qi Mangel:
Schmerzen im Oberbauch, Appetitmangel, Geschmacksverlust, Erbrechen, Übelkeit, Hypoazidität des Magens, Aufstossen, Reflux aus Sphinkterschwäche, Schluckauf, starke Müdigkeit vor allem morgens, schwache Extremtitäten
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Nieren-Qi Mangel:
Schmerzen und Schwäche im unteren Rücken und in den Knien, Fersenschmerz, Kraftlosigkeit, unruhiger Fetus, drohender Abort, lockere Zähne, Potenzschwäche, Impotenz, Ejaculatio praecox, Fluor vaginalis, Tinnitus, Haarverlust, Schwindel, Vergesslichkeit
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, tief

tonisiert Wei-Qi

TEN Wirkungen

1 Schärfen ausleiten und kühlen

Schärfen ausleiten:
Schärfen sind gewebereizende Stoffe, welche oft eine Entzündungsreaktion auslösen können. Man kann sie unterscheiden in körperfremde Schärfen wie Bakterien oder Schwermetalle und körpereigene Schärfen, wie z.B. Harnsäure oder Stoffwechselendprodukte.

Kühlen:
Kühlen bezieht sich auf die energetische Wirkung, die Temperatur und die Reduktion der Aktivität von Lebensprozessen. Kühlen heisst auch, Säfte zu verdicken.

Bronchitis, Husten, Sinusitis, Harnweginfekte, Blasenentzündung, grippale Infekte, Grippe, infektiöse Erkankungen, Candida albicans, Mykosen, Hautpilz, Scheidenpilz, Fluor vaginalis, Scheidenentzüdung

TCM Kontraindikationen

während der Schwangerschaft nicht hoch dosieren

TCM Nebenwirkungen

Bei Magenempfindlichkeit wie auch Reizdarm kann eine hochdosierte Einnahme zu Magen-Darm-Beschwerden führen. In der Schwangerschaft ist die hochdosierte Einnahme nur nach Absprache mit dem Arzt / Hebamme sinnvoll.

TEN Kontraindikationen

während der Schwangerschaft nicht hoch dosieren

TEN Nebenwirkungen

Bei Magenempfindlichkeit wie auch Reizdarm kann eine hochdosierte Einnahme zu Magen-Darm-Beschwerden führen. In der Schwangerschaft ist die hochdosierte Einnahme nur nach Absprache mit dem Arzt / Hebamme sinnvoll.

Zubereitung

TinkturKraut ( herba )10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
TinkturBlüten ( flos. )Ceres verwendet das frische blühende Kraut - 10-30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
Aufguss / InfusKraut ( herba )1-2 TL pro Tasse heiss übergiessen 5-10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen täglich.

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  1. Diese Datenbank enthält einzigartige topaktuelle Informationen über die Wirkungen von Nahrungsmitteln, Heilkräutern, Rezepturen, Gewürzen und Kochrezepten, wie sie in der TCM und der westlichen Sichtweise verstanden werden können. Die gesamte Materia Medica (Heilkräuter) und Materia Diätetica (Nahrungsmittel) und Materia Condimenta (Gewürze) der Heilpraktikerschule Luzern, sowie sämtliche Heilkräuterrezepturen welche von Ulrike von Blarer Zalokar zusammengestellt wurden, alle Kochrezepte des Buches "EssenZ aus der Küche" und vieles mehr sind Inhalt dieser laufend aktualisierten Datenbank.
  2. Fast sämtliche Nahrungsmittel wurden in der Arbeitsgruppe Nahrungsmittel der SBO-TCM (Schweizerische Berufsorganisation für Chinesische Medizin) für den Aufbau einer einheitlichen Verbandsprüfung klassifiziert. Den aktiven Mitgliedern (Ulrike von Blarer Zalokar, Eve Rüegg, Barbara Fendrich, Petra Kamb und Karin Haas) sei für den unermüdlichen Einsatz von 58 ganztägigen Sitzungen und fast unendlich viel sonstiger Recherchearbeit gedankt. Von der Arbeitsgruppe verwendete Quellen- und Literaturliste
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